Social Recruiting

Cost of Vacancy berechnen

Täglichen Nettoverlust bestimmen, Arbeitstage abgrenzen und Szenarien vergleichen: so nutzen Sie eine Vakanzkosten-Schätzung ohne pauschale Gehaltsfaktoren.

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Ein Taschenrechner und ein Stift liegen auf einem offenen Notizbuch.

Eine offene Stelle kann Geld kosten, obwohl vorübergehend kein Lohn für diese Position anfällt. Entscheidend ist, welche Leistung tatsächlich ausfällt, welche zusätzlichen Kosten entstehen und welche Ausgaben Sie während der Vakanz einsparen. Diese Abgrenzung macht eine Cost-of-Vacancy-Schätzung nachvollziehbar.

Der Rechner von socialhire verwendet zwei Eingaben: Ihren geschätzten täglichen Nettoverlust und die Zahl der betroffenen Arbeitstage. Er multipliziert diese Werte. Ein Gehaltsmultiplikator oder ein angeblicher Branchenwert wird nicht vorausgesetzt.

Zuerst klären, was durch die Vakanz wirklich ausfällt

Beginnen Sie mit einer konkreten Tätigkeit. Können Aufträge nicht angenommen werden? Verschiebt sich ein Projekt? Müssen externe Kräfte eingesetzt werden? Verwechseln Sie dabei ausfallenden Umsatz nicht mit dem wirtschaftlichen Verlust. Kosten, die ohne die Leistung ebenfalls entfallen, müssen in Ihrer Einschätzung berücksichtigt werden.

Wird ein Auftrag lediglich später erledigt, ist sein gesamter Umsatz nicht automatisch verloren. Prüfen Sie, ob zusätzliche Kosten, tatsächlich entgangene Beiträge oder andere nachvollziehbare Folgen entstehen. Dokumentieren Sie die Annahme, statt denselben Betrag an mehreren Stellen anzusetzen.

Einen täglichen Nettoverlust herleiten

Eine einfache Arbeitsübersicht kann vier Positionen enthalten:

  • Entgangener Beitrag aus tatsächlich ausfallender Leistung, nach Abzug der damit vermiedenen variablen Kosten.
  • Zusätzliche, zurechenbare Ausgaben, beispielsweise für externe Überbrückung oder bezahlte Mehrarbeit.
  • Eingesparte Personalkosten der vakanten Stelle im betrachteten Zeitraum.
  • Weitere klar belegbare Auswirkungen, sofern sie noch nicht enthalten sind.

Addieren Sie die ersten beiden Positionen und ziehen Sie die zurechenbaren Einsparungen ab. Ergänzen Sie weitere Auswirkungen nur, wenn Sie diese sinnvoll beziffern können. Die Übersicht ist eine betriebliche Schätzung; sie ersetzt keine vollständige Ergebnisrechnung.

Mit Arbeitstagen rechnen

Nutzen Sie die Tage, an denen die fehlende Leistung tatsächlich benötigt wird. Fünf Kalenderwochen sind bei einer Fünftagewoche ohne Feiertage und Ausfälle rechnerisch 25 Arbeitstage. Der für Ihren Betrieb passende Wert hängt vom Arbeitsmodell und Zeitraum ab.

Ein rein illustratives Beispiel: Sie schätzen den täglichen Nettoverlust auf CHF 600 und betrachten 20 Arbeitstage. Die Rechnung lautet CHF 600 × 20 = CHF 12'000. Das ist keine Aussage über einen typischen Schweizer Betrieb und keine Prognose für Ihre Stelle. Das Ergebnis folgt vollständig aus den gewählten Eingaben.

Unsicherheit mit Szenarien sichtbar machen

Wenn einzelne Angaben unsicher sind, rechnen Sie mit einer vorsichtigen und einer höheren Annahme. Bei 20 Arbeitstagen ergeben beispielsweise CHF 300 pro Tag insgesamt CHF 6'000; CHF 600 pro Tag ergeben CHF 12'000. Beide Beispiele sind frei gewählt und dienen nur der Veranschaulichung.

Besprechen Sie, weshalb die Annahmen auseinanderliegen. Vielleicht hängt die Rechnung davon ab, ob ein Auftrag verloren geht oder später ausgeführt werden kann. Diese Frage zu klären kann für Ihre Entscheidung wertvoller sein als eine scheinbar genaue Einzelzahl.

Vakanzkosten und Recruiting-Kosten getrennt betrachten

Der Rechner enthält keine automatisch ergänzte Startpauschale, kein Werbebudget und kein Erfolgshonorar. Solche Kosten gehören in einen separaten Vergleich Ihrer Handlungsoptionen. Wenn Sie einzelne Ausgaben bereits in den täglichen Nettoverlust eingerechnet haben, dürfen sie im Vergleich nicht noch einmal auftauchen.

Vergleichen Sie nur nachvollziehbare Szenarien. Eine externe Unterstützung garantiert weder eine bestimmte Besetzungsdauer noch eine konkrete Ersparnis. Prüfen Sie stattdessen den vereinbarten Leistungsumfang, Ihre interne Kapazität und die Voraussetzungen für die Suche. Unsere Preismodelle zeigen die veröffentlichten Konditionen von socialhire.

Die Schätzung als Gesprächsgrundlage nutzen

Halten Sie Zeitraum, Eingaben, Datenquellen und offene Fragen fest. Aktualisieren Sie die Rechnung, wenn sich Auftragslage, Überbrückung oder Stellenumfang ändern. So bleibt erkennbar, weshalb Ihre Einschätzung heute anders ausfällt als zu Beginn der Suche.

Eine gute Cost-of-Vacancy-Rechnung unterstützt die Priorisierung einer Stelle. Die passende Recruiting-Entscheidung braucht zusätzlich ein klares Anforderungsprofil, realistische Bedingungen und einen verlässlichen Bewerbungsprozess.

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